Meine Top5 TV-Serien

28.09.2009 Kommentare: 2

Ich habe jetzt mal die letzten Tage meine ganz subjektive Top5-Liste der TV-Serien zusammengestellt. Über die Jahre habe ich dann doch einige Perlen des Fernsehens sehen dürfen – wobei schnell deutlich wird, dass keine deutschen Serien darunter sind. Warum das so ist, kann ich nicht ganz klar beantworten, die Geschichten, Settings und Produktionen aus den USA  scheinen mich aber mehr zu faszinieren.

THE WIRE
© Home Box Office Inc.5 großartige Staffeln amerikanischer Stadt-Chronik aus Baltimore, Maryland. Die vom ehemaligen Polizeireporter David Simon kreierte Serie ragt vor allem wegen Komplexität und nüchtern-kritischer Betrachtung der amerikanischen Gesellschaft hervor. Allein die Anzahl der Charaktere und der Mut zu unterschiedlichen Leitthemen der Staffeln sind faszinierend. Mein Lieblings-Charakter ist klar der Polizist Jimmy McNulty.

THE WEST WING
© NBC Universal Inc.Wer sich für die USA an sich und das politische System interessiert, kommt an „The West Wing“ nicht vorbei. In den 7 Staffeln dreht sich alles um den fiktiven Präsidenten Josiah „Jed“ Bartlett und sein engstes Berater-Tam im Weißen Haus. Die von Aaron Sorkin ins Leben gerufene Serie faszinierte mich durch den Facettenreichtum und politische Nähe am System. Und ja, ich bin in Donna Moss (Janel Moloney) verliebt – für mich die Darstellerin der Serie.

LOST
© ABCNach einem Flugzeugabsturz stranden die Überlebenden auf einer einsamen Insel mitten im Nirgendwo. J.J. Abrams, Macher der 6-teiligen Serie, schafft es immer wieder dank Flashbacks die einzelnen Charaktere zu entwickeln und die wohl schlimmsten Cliffhanger der Fernsehgeschichte zu produzieren. Ich habe nach 5 Staffeln immer noch keinen blassen Schimmer, wie es ausgehen soll. Mein Favorit vom Cast ist Hugo „Hurley“ Reyes.

ENTOURAGE
© Home Box Office (fair use)Der aufstrebende Schauspieler Vincent Chase und seine drei alten Freunde führen ein Lotterleben in Hollywood. Die von Doug Ellin kreierte Serie überzeugt weniger durch die Story sondern mehr mit den Dialogen und Anspielungen auf den Hollywood-Zirkus. Gerade der Wortwitz vom Chase-Agenten Ari Gold – mein Lieblingscharakter – machen die 6 Serien so sehenswert.

DAMAGES
© FX NetworksEine junge Anwältin bekommt in einer der einflußreichsten Kanzleien New Yorks eine Anstellung – Haken dabei sind ihre Chefin und ihr ermorderter Verlobter. Glenn Close als Patty Hewes ist genial böse – die Erzählweise tut ihr übriges. Komplett überzeugen konnte mich bisher nur die erste Staffel, die zweite braucht wohl einen weiteren Anlauf. Macher sind Daniel Zelman und die Geschwister Glenn und Todd A. Kessler.

WEITERE FAVORITEN
Zu meinen weiteren Favoriten gehört die 1. Staffel der Fantasy-Serie „Heroes„, wobei die dritte Staffel dann irgendwie den Reiz verloren hatte. Gerade angelaufen, aber auch sehr interessant finde ich „Hung„. Alleine die Geschichte des Serienmörders in Person eines Forensikers bei der Polizei von Miami macht „Dexter“ zu der Serie, bei der ich mich besonders auf die 4. Staffel freue – gerade weil die dritte Staffel fast so gut war wie die erste.

Ähnlich dem Setting von The Wire, nur etwas düsterer und direkter kommt „Brotherhood“ (u.a. wieder mit Janel Moloney [!]) daher. Leider nur eine Staffel hielt es das ziemlich gut besetzte „Kings“ von NBC aus. Comedy-technisch ungeschlagen bleibt „It’s always sunny in Philadelphia“ von FX Networks.

BISHER NOCH NICHT GESEHEN
Ich muss es zugeben, bisher noch gar nicht gesehen habe ich „Sopranos“ und „24“, die sicherlich auch hoch einzustufen sind.

Mike Tyson’s Crib

21.09.2009 Kommentare: 0

Schöne Bilder von Danny Wills, der das ehemalige Anwesen von Michael Gerard „Mike“ Tyson fotografiert hat. „Iron Mike“,  einer der größten Angriffsboxer aller Zeiten, meldete im Jahr 2003 Privatinsolvenz an.Mike's Crib

[Fotos: Danny Wills]

[via ignant.de]

El Chino und die Hacienda Napoles

14.09.2009 Kommentare: 0

Edgar Chimenez ist ein eher unauffälliger Zeitgenosse. Er wuchs im kolumbianischen Medellin auf. Wegen eines Sprachfehlers wurde er „El Chino“ genannt – auch von einem seiner Klassenkameraden: Pablo Escobar. Einige Jahre später in den frühen 80ern, Chimenez ist Fotograf für Hochzeiten und soziale Events, trifft er wieder auf Pablo Escobar. Escobar erkennt ihn und stellt ihn als seinen persönlichen Fotografen ein. Chimenez fotografiert fortan private Feiern und das gigantische Anwesen von Escobar, die Hacienda Napoles. Seine eigene Geschichte erzählt „El Chino“ in einem empfehlenswerten Interview mit VBS:

Hinweis: Das Video hat etwas disruptive Werbung zwischendurch.

Fotos: VBS-Blog

Dem Schicksal der Nilpferde hat sich auch National Geographic in einem kurzen Beitrag zugewandt.

3six5 Project

13.09.2009 Kommentare: 0

3six5 Project

Eine für mich spannende Geschichte, die aus Chicago kommt und im nächsten Jahr starten soll, ist das 3six5 Project von Len Kendall und Daniel Honigman, einem amerikanischen Kollegen von mir. Auf einem Blog sollen 365 Personen über einen Tag und ihre Perspektive berichten. Die Form der Berichte bleibt den einzelnen Teilnehmern offen – etwas ähnliches nur mit Fotos reizt mich persönlich. Ich fang damit auch mal an. Demnächst.
via PSFK
Foto: 3six5 Project

Internet-Manifest

09.09.2009 Kommentare: 1

Wer es noch nicht gelesen hat oder unter Zeitdruck steht –
ich hab es mal zusammengefasst:

internet_manifest

Was #jako gezeigt hat

07.09.2009 Kommentare: 4

Zu den eigentlichen Geschehnissen rund um Trainer Baade und Jako möchte ich eigentlich nicht viel sagen, die Geschichte wurde von vielen Blogs von allen möglichen Seiten beleuchtet. Auch von vielen Blogs aus der PR-Branche, immer mit dem Hinweis eines worst practices.

Was ich dabei aber immer noch nicht verstehe und hinterfrage ist die immer wieder getroffene Aussage (hier und hier als Beispiel), bei dem Fußballblog von Frank Baade handele es sich um einen unbekannten Blog, der ähnlich wie Jako vorher keine Bedeutung im Social Web hatte.

Es geht mir hier nicht um Besserwisserei, aber das sind Aussagen, die sich einreihen in die Zitate anderer Blogger (dokumentiert hier) – sie sind schlicht falsch. Zwar mag es sinnvoll sein, die Nennungen der beiden Beteiligten per Social Media Monitoring zu messen, danach dann aber zu so einer Aussage („Schön zu sehen, dass sowohl Baade (grün) als auch Jako (blau) vor dem Vorfall keinerlei Bedeutung in den Social Media hatten.“) zu kommen, verstehe ich nicht. Es sei denn, einziger Indikator für die Bedeutung eines Blogs sind Page Impressions und Inbound Links. Das bezweifele ich aber.

Was könnte ein weiterer Indikator für die Bedeutung von Trainer Baade sein? Ich kenne die Einflußfaktoren des Cision-Rankings der Top 10 Sportblogs nicht, aber ich nehme mal an, dass das Ranking aus einem Index mit Inbound-Links, Frequenz und Länge der Postings/Kommentare, Hits für Keywords sowie Google Page Rank/Technorati Authority zusammengesetzt wird. Trainer Baade jedenfalls landet da auf Platz 7.

Vielleicht ein weiteres Indiz könnte die Anzahl anderer Fußball-Blogger sein, die den Blog von Trainer Baade lesen bzw. persönlich kennen. Alle hier aufzulisten, finde ich nicht so sinnvoll, also bleiben wir bei dem Cision-Ranking:  Von mehr als der Hälfte kann ich sagen, dass sie bereits vorher Frank Baade kannten (mehr dazu im Disclosure weiter unten).

Schon seit einiger Zeit haben mehrere Fußball-Blogger nach Initiative von Probek ein eigenes mixxt-Netzwerk aufgebaut. Auch hier kenne ich die Inhalte nicht, gehe aber davon aus, dass die Abmahnung dort ausführlich diskutiert wurde (etwas ähnliches steht hier) – bevor Kai Pahl den Stein ins Rollen brachte.

Wenn also hervorgehoben wird, dass die Causa Baade-Jako ein zukünftiges Lehrbeispiel für Negativ-PR sein wird, dann stimmt das zwar, aber die Rolle der Blogosphäre ist falsch bewertet. Es stimmt zwar, dass die Geschichte durch die Berichte größerer Blogs an Dynamik gewonnen hat, für das wichtige Grundrauschen hat aber die solidarische Fußball-Blogosphäre per Blogpostings und Twitter gesorgt.

Das Beispiel von Trainer Baade und seine angebliche Unbekanntheit zeigt schön, dass sich unter der Reihe der dominierenden Blogs viele kleine eigene Blogosphären entwickelt haben, die stark vernetzt sein können. Und weiterhin von großen Teilen mißachtet werden oder unbekannt sind. Das ist keine Aufforderungen zur Zwangsaufnahme in den RSS-Reader. Aber wenn Statements über das Verhältnis zwischen Unternehmen und Blogosphäre gemacht werden, dann sollte die Rolle der beteiligten Gruppen richtig eingeschätz werden.

Disclosure: Im Rahmen meiner Arbeit hatte ich im März 2009 für Microsoft und der Deutschen Telekom 25 Fußball-Blogger zu einem Blogger-Event nach München eingeladen. Unter den Teilnehmern waren auch Frank Baade, Kai Pahl und die Autoren der oben erwähnten Blogs breitnigge.de, dugehstniemalsallein.de und soccerwarriors.de (fritten, fußball & bier).

Wo bin ich

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