Shoppen in New York, auspacken in München…pffft

27.11.2009 Kommentare: 0

Hätte ich eigentlich nicht gedacht, dass ich mir je bei Bloomingdales etwas kaufen würde. War aber so. Am letzten Tag meines New York-Aufenthalt war ich in der 3rd Avenue und bin eher zufällig in den Laden gegangen. Eigentlich komisch, dass ich auf die Idee gekommen bin, nach einem Wintermantel Ausschau zu halten – an dem Novembertag strahlte die Stadt im Sonnenlicht und knapp 20 Grad.

Kurz bevor ich dann wieder im Untergeschoss den Ausgang suchen wollte, hab ich noch einen Blick auf einen dunkelgrauen Mantel geworfen. Italienisch, eleganter, leicht sportlicher Schnitt. Gefiel mir gut, ohne auf den Preis zu gucken (Bloomingdales nennt sich selber upscale) angezogen. Sah gut aus, muss man zugeben.

Nach diversen Rechenspielen (20% discount + international guest discount, das ganze dann mit taxes und umgerechnet in Euro) habe ich mich dann dazu entschlossen, ihn zu kaufen. Soweit so gut. Zirka 20 Stunden später in München angekommen, nahm das Drama seinen Lauf. Beim Auspacken fiel ein kleines Detail am Mantel eher negativ auf – der Sicherheitspenökel mit Tinte war noch dran. Wäre es wenigstens einer der hier gängigen Protektordinger gewesen, die an der Tür piepen, das ganze wäre anders gelaufen.

So hiess es nun, das Ding irgendwie abzubekommen. Selber Hand anlegen kam nicht in Frage, erstmal gegoogelt. Bloomingdales hat seit kurzem sogar einen Twitter-Account. Könnten die vielleicht…man hört ja soviel über Customer Service über Twitter in letzter Zeit. Ok, diese Hoffnung hat sich dann schnell begraben.

Also blieb nur der Griff zum Hörer. Nach einigen Anläufen hatte ich es dann auch geschafft mit irgendjemand vom „Men’s Designer Department“ zu sprechen. Nachdem ich Jade mein Leid geklagt und sie ihre Managerin um Rat gebeten hatte, gab es folgende Lösung: Ich solle den Mantel einschicken, sie würden ihn mir dann zurückschicken. Gesagt getan, der Mantel ist per DHL auf dem Weg nach New York. Kann man nur hoffen dass das klappt. Anschreiben mit Aufforderung, mir bei Erhalt eine Mail zu schreiben und die Kosten für den Versand zu erstatten, liegt bei, das Paket ist über DHL versichert. Mit einer Antwort rechne ich Ende dieser Woche.

Die ganze Geschichte hat es nicht geschafft, meine Begeisterung für New York zu brechen, vor ein paar Tagen bin ich über dieses Video gestolpert und wollte sofort wieder hin – gerne auch, um das Ding persönlich vom Mantel loszukriegen.

Startseiten deutscher Blogs

22.11.2009 Kommentare: 0

Aufgrund eines tollen Artikels bei smashingmagazine.com über den Tod des langweiligen Blogpost und neuer Möglichkeiten, Text aufzubereiten, hab ich mich wieder an ein kleines Projekt erinnert, dass ich vor einiger Zeit angefangen hatte. Mich hatte die Frage interessiert, wie die durchschnittliche Startseite deutscher Blogs so aussieht. Als Referenz habe ich mich an den deutschen Blogcharts von Jens Schröder orientiert. Hier könnte man sicherlich (zu Recht) Zeter und Mordio schreien, da es nur einen Bruchteil der Blogosphäre ist – aber es ist ein Anfang.

Ausgangsbasis waren also die Blogcharts 41 vom 14.10.2009, in „sklavischer Handarbeit“ wurden die Blogs angeschaut und zwar mit der Frage, welche Blogs noch eine Tagcloud, Blogroll, einen Twitterstream, Flickr-Fotos und Werbung eingebunden haben (unter eingebunden verstehe ich die direkte Anzeige ohne dass ein weitere Klicks notwendig sind). Langfristig würde es sich sicherlich anbieten, die Entwicklung dieser Design- und Usability-Entscheidung der Blogger weiter zu verfolgen, gerade die Frage der Verlinkung untereinander via Blogroll auf der index-Seite und die Einblendung von Werbung finde ich doch recht spannend.

blogstartseiten

Unterwegs in New York II – The High Line

11.11.2009 Kommentare: 0

The High Line

Eine stillgelegte Eisenbahntrasse, ein grüner Park über den Straßen des Meatpacking Districts. Das ist der Highline Park. Am letzten Tag meines New York Aufenthalts hab ich es dann endlich geschafft und mir den Park angeschaut. Nach einem Blogbeitrag von Johannes Kleske hatte ich mir fest vorgenommen, mir den Park an einem Sonntag morgen anzuschauen.

Der Zeitpunkt war ideal gewählt, morgens früh um acht Uhr waren wir fast die einzigen, die die Trasse bevölkerten. Ehemals in den 30ern dazu da, die Eisenbahn von den Straßen des Industriegebiets der Westside zu verbannen, verkehrten seit 1980 keine Züge mehr auf ihr. 1999 kam die Idee auf, einen Park aus ihr zu machen, im Juni 2009 wurde sie schließlich fertiggestellt.

Ein Video mit Statements einer der Initiatoren gibt weitere spannende Einblicke.

Unterwegs in New York

07.11.2009 Kommentare: 0

New Yorker Morgen

Ich bin gerade durch ein Gewinnspiel für wenige Tage in New York. Die Stadt ist ziemlich überwältigend, es hat sich viel verändert, seitdem ich das letzte Mal vor ca. 9 Jahren hier war. Die Stadt lebt immer noch so schnell, es ist immer noch solch eine riesige Metropole, jede deutsche Stadt erscheint im Vergleich immer noch so klein. Der Veranstalter des Gewinnspiels – ein deutscher Reiseführer – hat für die drei Tage hier ein relativ vollbepacktes Programm eingeplant. Die Aktivitäten reichen von Tandemfahren bis zum Heli-Flug über der Stadt.

Ein paar Dinge faszinieren und beschäftigen mich hier aber besonders. Oder lassen mich schmunzeln, die Augenbrauen hochziehen

  • Warum telefonieren eigentlich fast alle Amerikaner mit ihrem Handy vor dem Mund mit Lautsprecher an? Es sieht ein bischen nach Funkgerät aus, wenn sie so telefonieren. Woher kommt das?
  • Greenwich hat mir herrlich die Vielfalt der Stadt gezeigt. Keine zwei Meter voneinander entfernt begegnet man durchgestylten Hipstern, die in Sachen Mode so ziemlich avantgarde sind und den typischen New Jersey-Bewohner mit Lederjacke und FDNY-Shirt, der sich in einem Jazzclub mit unzerstörbarer Selbstverständlichkeit direkt in den Gang der Kellnerinnen setzt
  • Irgendwie habe ich das Gefühl, die Stadt braucht einfach Anlässe, sich selbst zu feiern. Nicht nur, weil es eine der bekanntesten und interessanten Städte weltweit ist. Sondern vielleicht auch, damit der tägliche Wahn ausgehalten, vernarbte Wunden und auch das eigene Ego gestreichelt werden können. Nach dem Gewinn der World Series war heute bei der Parade der Yankees solch ein Tag – gefühlt halb New York war an der Strecke
  • Ebenso fand ich es faszinierend, wie schnell die Stadt einen in Beschlag nimmt. Man läuft schneller auf dem Gehweg. Bei den ersten Ampeln wartet man noch, dann ist es egal. Genauso wie die Hemmschwelle, einfach mal laut eine Schimpftirade auf andere loszulassen.

Wo bin ich

Du browst gerade das Archiv von November, 2009 auf smartondemand.