Und ich sag langsam und leise tschüß.

22.02.2011 Kommentare: 0

Seit einiger Zeit ist es nicht mehr wie früher. Das, was es früher ausgemacht hat, ist weg. Ich bin nicht mehr heiß auf’s Spielen, das Training und den Wettkampf. Was früher für mich die ideale Möglichkeit war abzuschalten, sich stupide auf einen kleinen, sich rasend schnell nähernden Zelluloidball zu konzentrieren, anderes auszublenden, ist heute etwas Gleichgültigem gewichen.

In der Nachbetrachtung ist es mehr als schade, dass ich es nicht mehr schaffe, den täglichen Streß mit diesem Ausgleich hinter mir zu lassen, wie es mir früher immer gelungen ist. Wie trennt man sich von so etwas, was mehr als 18 Jahre ein fester Bestandteil und Routine einer Person war? Unzählige Stunden Systemtraining, Beinarbeitsübungen, Lehrgänge, Kaderübungen, Turniere, Punktspiele, Frischklebungen, Siege und Niederlagen.

Ein Jahr Abstand und Pause sollten eigentlich helfen. Nun habe ich es wieder versucht, für die aktuelle Saison. Leider fühle ich die Gleichgültigkeit nur verstärkt. Vielleicht hilft ein Neuanfang zu gegebener Zeit in anderer Umgebung, die Leere beim Spiel zu vertreiben. So macht’s aber kein Sinn. So verdrehen sich mehr als 18 Jahre in die Eindrücke der letzten zwei Jahre. Zwei Jahre, in denen es nicht mehr ist, was es eigentlich sein sollte: Spaß, Ausgleich und einfach nur spielen.

Foto von Songkran unter CC byncsa20

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