Geheimnis eines Samples

29.03.2011 Kommentare: 0

Ich hab es lange nicht gewusst, aber vor kurzem wurde anscheinend eines der großen Rätsel der HipHop-Musik gelöst. Worum geht es? Um das Sampling. Schon früh bedienten sich Künstler wie die Sugarhill Gang kurzer Sequenzen anderer Lieder – in diesem Fall Chics „Good Times“ – und verwendeten sie in ihren eigenen Liedern. Wer wie ich durch den Eastcoast HipHop der 90er audiophil geprägt wurde, erinnert sich an viele Sampling-Klassiker. Sei es der Wu-Tang Clan mit seinen völlig neuartigen Samples, DJ Premier mit Jazz-Samples oder Pete Rock mit immer wieder neuen Klangperlen. Auch wenn Sampling nicht unumstritten ist, die Hommages an Soul, Funk und Jazz haben mir diese Musikstile erst erschlossen.

Bei einem der populärsten und eingängigsten HipHop-Produktionen, Mobb Deeps „Shook Ones Part II“ waren sich die Kenner lange unschlüssig, welches Sample verwendet wurde. Foreneinträge bei soulstrut.com und the-breaks.com liefern erst jetzt, 16 Jahre nach Veröffentlichung, eine Auflösung des Samples. Bei der Hartnäckigkeit der Sampling-Szene eine beachtliche Zeit. Bei dem Piano-Sample handelt es sich um Herbie Hancocks „Jessica“ vom 1968 Album Fat Albert Rotunda. Das YouTube-Video spricht für sich. Gänsehaut.


via TTL ECE blog

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