The Story Beyond the Still

19.01.2010 Kommentare: 1

Schon seit einiger Zeit ist mein Bewegtbild-Konsum von zwei Konstanten geprägt: Die Mehrheit der Videos werden auf Vimeo gehostet und sind meistens mit HD-DSLR-Kameras gefilmt. Großartige Momente hatte ich mit Cristina Valdivivieso & Jon Connor, einer bewegenden Geschichte von Phos Pictures und eigentlich allem, was Phillip Bloom produziert hat.

Ein Gros der Videos wurden mit Canon-Kameras geschossen, sei es die EOS 5D Mark II oder die Canon 7D. Wobei ich für letztere wirklich fast alles machen würde. Genauso wie für die Möglichkeit, annähernd zu lernen damit umzugehen.

Wie die zunehmende Fan-Gemeinde dieser Kameras und des großartigen Contents eingebunden werden können, zeigt ein Online-Contest von Canon und Vimeo: „The Story beyond the Still„. Aufgabe ist es, aus einem Standfoto eine Geschichte per HD-Video zu kreiieren und wieder mit einem Standfoto enden zu lassen. Ein erklärendes Blogposting von Vimeo dazu gibt es hier. In insgesamt sieben runden wählt die Jury ein Gewinner-Video – woraus sich am Ende eine Geschichte in sieben Akten erschließen soll. Eine großartige und gleichzeitig anspruchsvolle Idee!

Den Startschuss für den Contest gab vor ein paar Tagen Vincent Laforet, Jury-Mitglied und einer der ganz Großen im Fotografen-Olymp.

Einreichungen für das zweite Kapitel sind bis zum 11. Februar möglich.

Heimat – ein paar Randbemerkungen

28.12.2009 Kommentare: 0

Viertel

  • Die Lila Eule gibt es inzwischen 50 Jahre – wow. Die Eule war während meiner Jugend immer einer der Clubs, auf die Verlass war, bis auf die anstrengenden Türsteher. Nach einigen Querelen mit besagtem Personal und Razzien wegen Minderjährigen hatte sie zwischenzeitlich zu.  Seit ein paar Jahren ist sie wieder auf dem aufsteigenden Ast, neue Besitzer sorgten für den lange nötigen Umbau. Am Wochenende gab es eine 50-Jahr-Feier, es war nett, viele alte Viertel-Gesichter zu sehen.
  • Bremen, speziell das Viertel, ist dreckiger als München. Hier ist nicht alles sauber, es gibt Grafittis, man muss aufpassen, wo man hintritt. Ich mag das.
  • Schon länger nicht mehr soviele Leute mit Werder-Schals, -Shirts oder -Taschen rumlaufen sehen. Ich mag das, die Zweite.
  • Aus dem alten „203“ im Fehrfeld gegenüber der Sparkasse am Eck ist inzwischen das „3Jahre“ geworden. Die Einrichtung und die vielen unterschiedlichen Räume sorgen für eine nette und gemütliche Atmosphäre, das Essen hab ich leider nicht probiert. Hab irgendwo gehört, dass der Name auf die drei Jahre währende Pachtzeit zurückgehen soll. Wann es gestartet ist, weiss ich leider nicht.

Foto von Bjoern Giesenbauer unter CC-Lizenz

Shoppen in New York, auspacken in München…pffft

27.11.2009 Kommentare: 0

Hätte ich eigentlich nicht gedacht, dass ich mir je bei Bloomingdales etwas kaufen würde. War aber so. Am letzten Tag meines New York-Aufenthalt war ich in der 3rd Avenue und bin eher zufällig in den Laden gegangen. Eigentlich komisch, dass ich auf die Idee gekommen bin, nach einem Wintermantel Ausschau zu halten – an dem Novembertag strahlte die Stadt im Sonnenlicht und knapp 20 Grad.

Kurz bevor ich dann wieder im Untergeschoss den Ausgang suchen wollte, hab ich noch einen Blick auf einen dunkelgrauen Mantel geworfen. Italienisch, eleganter, leicht sportlicher Schnitt. Gefiel mir gut, ohne auf den Preis zu gucken (Bloomingdales nennt sich selber upscale) angezogen. Sah gut aus, muss man zugeben.

Nach diversen Rechenspielen (20% discount + international guest discount, das ganze dann mit taxes und umgerechnet in Euro) habe ich mich dann dazu entschlossen, ihn zu kaufen. Soweit so gut. Zirka 20 Stunden später in München angekommen, nahm das Drama seinen Lauf. Beim Auspacken fiel ein kleines Detail am Mantel eher negativ auf – der Sicherheitspenökel mit Tinte war noch dran. Wäre es wenigstens einer der hier gängigen Protektordinger gewesen, die an der Tür piepen, das ganze wäre anders gelaufen.

So hiess es nun, das Ding irgendwie abzubekommen. Selber Hand anlegen kam nicht in Frage, erstmal gegoogelt. Bloomingdales hat seit kurzem sogar einen Twitter-Account. Könnten die vielleicht…man hört ja soviel über Customer Service über Twitter in letzter Zeit. Ok, diese Hoffnung hat sich dann schnell begraben.

Also blieb nur der Griff zum Hörer. Nach einigen Anläufen hatte ich es dann auch geschafft mit irgendjemand vom „Men’s Designer Department“ zu sprechen. Nachdem ich Jade mein Leid geklagt und sie ihre Managerin um Rat gebeten hatte, gab es folgende Lösung: Ich solle den Mantel einschicken, sie würden ihn mir dann zurückschicken. Gesagt getan, der Mantel ist per DHL auf dem Weg nach New York. Kann man nur hoffen dass das klappt. Anschreiben mit Aufforderung, mir bei Erhalt eine Mail zu schreiben und die Kosten für den Versand zu erstatten, liegt bei, das Paket ist über DHL versichert. Mit einer Antwort rechne ich Ende dieser Woche.

Die ganze Geschichte hat es nicht geschafft, meine Begeisterung für New York zu brechen, vor ein paar Tagen bin ich über dieses Video gestolpert und wollte sofort wieder hin – gerne auch, um das Ding persönlich vom Mantel loszukriegen.

Unterwegs in New York II – The High Line

11.11.2009 Kommentare: 0

The High Line

Eine stillgelegte Eisenbahntrasse, ein grüner Park über den Straßen des Meatpacking Districts. Das ist der Highline Park. Am letzten Tag meines New York Aufenthalts hab ich es dann endlich geschafft und mir den Park angeschaut. Nach einem Blogbeitrag von Johannes Kleske hatte ich mir fest vorgenommen, mir den Park an einem Sonntag morgen anzuschauen.

Der Zeitpunkt war ideal gewählt, morgens früh um acht Uhr waren wir fast die einzigen, die die Trasse bevölkerten. Ehemals in den 30ern dazu da, die Eisenbahn von den Straßen des Industriegebiets der Westside zu verbannen, verkehrten seit 1980 keine Züge mehr auf ihr. 1999 kam die Idee auf, einen Park aus ihr zu machen, im Juni 2009 wurde sie schließlich fertiggestellt.

Ein Video mit Statements einer der Initiatoren gibt weitere spannende Einblicke.

Unterwegs in New York

07.11.2009 Kommentare: 0

New Yorker Morgen

Ich bin gerade durch ein Gewinnspiel für wenige Tage in New York. Die Stadt ist ziemlich überwältigend, es hat sich viel verändert, seitdem ich das letzte Mal vor ca. 9 Jahren hier war. Die Stadt lebt immer noch so schnell, es ist immer noch solch eine riesige Metropole, jede deutsche Stadt erscheint im Vergleich immer noch so klein. Der Veranstalter des Gewinnspiels – ein deutscher Reiseführer – hat für die drei Tage hier ein relativ vollbepacktes Programm eingeplant. Die Aktivitäten reichen von Tandemfahren bis zum Heli-Flug über der Stadt.

Ein paar Dinge faszinieren und beschäftigen mich hier aber besonders. Oder lassen mich schmunzeln, die Augenbrauen hochziehen

  • Warum telefonieren eigentlich fast alle Amerikaner mit ihrem Handy vor dem Mund mit Lautsprecher an? Es sieht ein bischen nach Funkgerät aus, wenn sie so telefonieren. Woher kommt das?
  • Greenwich hat mir herrlich die Vielfalt der Stadt gezeigt. Keine zwei Meter voneinander entfernt begegnet man durchgestylten Hipstern, die in Sachen Mode so ziemlich avantgarde sind und den typischen New Jersey-Bewohner mit Lederjacke und FDNY-Shirt, der sich in einem Jazzclub mit unzerstörbarer Selbstverständlichkeit direkt in den Gang der Kellnerinnen setzt
  • Irgendwie habe ich das Gefühl, die Stadt braucht einfach Anlässe, sich selbst zu feiern. Nicht nur, weil es eine der bekanntesten und interessanten Städte weltweit ist. Sondern vielleicht auch, damit der tägliche Wahn ausgehalten, vernarbte Wunden und auch das eigene Ego gestreichelt werden können. Nach dem Gewinn der World Series war heute bei der Parade der Yankees solch ein Tag – gefühlt halb New York war an der Strecke
  • Ebenso fand ich es faszinierend, wie schnell die Stadt einen in Beschlag nimmt. Man läuft schneller auf dem Gehweg. Bei den ersten Ampeln wartet man noch, dann ist es egal. Genauso wie die Hemmschwelle, einfach mal laut eine Schimpftirade auf andere loszulassen.

Mike Tyson’s Crib

21.09.2009 Kommentare: 0

Schöne Bilder von Danny Wills, der das ehemalige Anwesen von Michael Gerard „Mike“ Tyson fotografiert hat. „Iron Mike“,  einer der größten Angriffsboxer aller Zeiten, meldete im Jahr 2003 Privatinsolvenz an.Mike's Crib

[Fotos: Danny Wills]

[via ignant.de]

El Chino und die Hacienda Napoles

14.09.2009 Kommentare: 0

Edgar Chimenez ist ein eher unauffälliger Zeitgenosse. Er wuchs im kolumbianischen Medellin auf. Wegen eines Sprachfehlers wurde er „El Chino“ genannt – auch von einem seiner Klassenkameraden: Pablo Escobar. Einige Jahre später in den frühen 80ern, Chimenez ist Fotograf für Hochzeiten und soziale Events, trifft er wieder auf Pablo Escobar. Escobar erkennt ihn und stellt ihn als seinen persönlichen Fotografen ein. Chimenez fotografiert fortan private Feiern und das gigantische Anwesen von Escobar, die Hacienda Napoles. Seine eigene Geschichte erzählt „El Chino“ in einem empfehlenswerten Interview mit VBS:

Hinweis: Das Video hat etwas disruptive Werbung zwischendurch.

Fotos: VBS-Blog

Dem Schicksal der Nilpferde hat sich auch National Geographic in einem kurzen Beitrag zugewandt.

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