Facebook Timeline für Unternehmen

01.03.2012 Kommentare: 0

Erst wenn die letzte Fanpage umgestellt, das letzte Gründungsdatum von 1781 in der Timeline steht, die erste Geschmackssorte von Zongo Limone erwähnt ist , werdet ihr merken, dass im Social Web Konversationen erst von Menschen, dann lange von niemandem und dann irgendwann von Marken geführt wurden. Und Scrollen durch ca 200 Updates pro Jahr nicht so cool ist.

No means no oder doch nicht?

12.05.2011 Kommentare: 0

PR ist Spin, hintertückisch und schlecht. Es gibt nur die eine PR und das ist die gerade eben beschriebene. Egal ob Marketing- oder Werbeagentur, bei schlechter News ist es eine PR-Agentur. Diese Verallgemeinerungen haben mich in den letzten Monaten immer wieder gestört. Gleichzeitig stelle ich mir auch die Frage, in welcher Branche ich eigentlich arbeite. Meine Branche soll nicht die sein, die gerade zu Recht als hinterlistig und manipulierend beschrieben wird. Die Geschichte rund um die amerikanische Netzwerkagentur Burson Marsteller, dem anfangs verheimlichten Kunden Facebook und dem Kampagnenziel Google tut der ganzen Branche keinen Gefallen.

Nur als Disclosure, ich arbeite bei Weber Shandwick in einer international tätigen PR-Netzwerkagentur. Um zu einem finalen Urteil zu dieser Geschichte zu kommen, fehlen mir viele wichtige Informationen. Ich kann nicht beurteilen, ob Facebook mit der klaren Intention an BM herangetreten ist, das Auftragsverhältnis zu verheimlichen.

Was ich aber für zentral halte ist die Einstellung der Agentur, des Beraters, der PR-Branche. So lange wir nicht nein sagen können, haben wir nichts dazu gelernt. So lange wir nicht lernen, auch bei einem wichtigen Kunden unsere Grundsätze einzuhalten, bleibt PR fragwürdig. Was in der Ausbildung ein immens wichtiger Bestandteil ist (bzw. sein sollte), sollte sich nahtlos im Berufsleben fortführen. Die Fähigkeit auch nein sagen zu können ist zu wichtig.

Von wem kann ein junger Volontär, eine junge Beraterin lernen, sich dem Kunden nicht willenlos unterzuordnen? Doch nur durch seniorige Mitglieder in der Agentur oder die Geschäftsführung, die es vorlebt und nicht nur wirtschaftliche Kriterien als Maßstab nimmt. Gerade hier erschüttert mich die Geschichte rund um Burson Marsteller und Facebook, da die genannten Personen langjährige Erfahrung haben. Ich hab das Gefühl, die Branche diskutiert und lebt diese Einstellung zu wenig vor. Der Kunde ist König, keine Frage. Aber erwartet nicht gerade der intelligente Kunde einen Berater, der einem schlechten Idee ausredet und bessere Szenarien entwirft?

Ist taggen unhöflich?

19.04.2011 Kommentare: 0

Wo fängt im Netz, konkreter bei Facebook, eigentlich Höflichkeit an und wo ist man einfach nur zu vorsichtig? Bei meiner Arbeit haben wir unter den Kollegen eine interne Gruppe gegründet. Anfangs diente sie nur dazu, die Funktionalitäten auszutesten, inzwischen werden ab und zu Fotos der einzelnen Standorte und Mitarbeiter gepostet. Da viele noch nicht die anderen Büros oder neue Mitarbeiter kennen, sicherlich ganz interessant.

Nachdem ich kürzlich ein Foto unseres Büros mit vier Kolleginnen hochgeladen hatte, kam die Nachfrage, wer die Personen seien. Im Kommentarfeld schrieb ich klassisch: „vnlr: XX, YZ, ZZ“. Darauf kam der Hinweis an mich, (den Digi) dass das doch auch anders gehe. Zum Hintergrund: mit zwei der Kolleginnnen war ich gerade 10 Minuten befreundet – ein taggen der Personen auf dem Foto unmittelbar danach erschien unhöflich. Sehe ich das zu eng? Ich denke nicht.

Gerade kürzlich ging bei Facebook wieder ein Spamlink rum, der die Freunde auch gleich noch auf Fotos taggte und zu Events einlud (Stichwort „Profilbesucher“). Ebenso sehe ich es als guten Ton an, meinen Freunden die Entscheidung zu überlassen, ob sie getaggt sind oder nicht. Schließlich würde ich auch nicht nach einem Kennenlernen sie am Tag darauf bitten, in ihr Poesiealbum schreiben zu dürfen. Ok, weniger gelungener Vergleich. Vielleicht besser: würde ich mich auch nicht gleich zu ihrer Party selber einladen. Oder seh ich das wie der Hausbesitzer einfach zu eng und ist das taggen (wie im Grafitti-Sinne) inzwischen Teil der Kultur?

Wo bin ich?

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