Facebook Timeline für Unternehmen

01.03.2012 Kommentare: 0

Erst wenn die letzte Fanpage umgestellt, das letzte Gründungsdatum von 1781 in der Timeline steht, die erste Geschmackssorte von Zongo Limone erwähnt ist , werdet ihr merken, dass im Social Web Konversationen erst von Menschen, dann lange von niemandem und dann irgendwann von Marken geführt wurden. Und Scrollen durch ca 200 Updates pro Jahr nicht so cool ist.

Das Treiben der Promoter – wie Marken auf der re:publica agierten

03.05.2011 Kommentare: 0

Im Rahmen meiner Arbeit bei Weber Shandwick und natürlich auch meinem Besuch der rp11 haben wir bei uns im Agentur-Team ein kleines Paper zusammengestellt, von dem ich meinen Beitrag auch mal hier einstelle. Die kompletten Texte sind auch hier zu lesen.

Die Szene wirkte trist, die beteiligten Personen verloren. An den Unternehmensständen im Berliner Friedrichstadtpalast herrschte Tristesse. Marken im direkten Austausch mit den einflussreichen 3.000 Besuchern der re:publica, die zur deutschen Internet-Elite zählen – das war wohl der Wunsch.

Was dabei allerdings fehlte, war der Austausch zwischen den Anwesenden. Zu oft war der Besucherblick auf den eigenen Bildschirm gerichtet anstatt auf die Markenpräsentation. Nur wenige Besucher fanden den Weg zu den Ständen, nur selten kam es zum Nachhall im digitalen Raum. Das Resultat: eine verpasste Chance bei der Zielgruppe, die doch eigentlich als Startrampe für die breite Netzgemeinde dienen sollte.

Gilt also im fünften Jahr der re:publica immer noch, dass Marken sich bei der Kommunikation mit der Zielgruppe des Social Media-Events äußerst schwer tun?

Ein Beispiel, dass es doch klappt, war der Auftritt von Gunter Dueck, CTO von IBM. In seiner vielfach gelobten (und online wiederholten) Keynote traf er den Nerv der Besucher und sorgte somit auch gleichzeitig für einen Reputationsgewinn seines Arbeitgebers.

Ebenso geschickt verhielten sich die Verantwortlichen von Google und Netshelter. Sie initiierten beide mit Hilfe von etablierten Köpfen aus der Community (intern bzw. extern) exklusive Abendveranstaltungen. Der Mehrwert ergab sich hier beim direkten Austausch und Netzwerken, der Verfestigung der Online-Kontakte in der Offline-Welt. Beide Marken agierten als „Inline-Netzwerkknoten“ und schufen gleichzeitig soziale Verbindungen. Dass sie davon nur profitieren können, versteht sich von selbst.

Ähnliches Potential schlummert in den Aktivitäten, die vergleichbaren kommunikativen und „social“ Mehrwert bieten. So kämpfen die Veranstalter immer noch mit einer schnellen Video-Aufzeichnung aller Panels. Ebenso wollen unzählige Tweets, Blogpostings, Bilder und Checkins live visualisiert und auf einer Microsite gesammelt werden, um das Erlebte in einen Kontext zu bringen.

Um auf Veranstaltungen wie der re:publica sozialer im Sinne von „social“ zu sein, gibt es zahlreiche Gelegenheiten und kreative Lösungen. Wer allerdings heute noch versucht, via Promoter und Stand mit Influencern in Kontakt zu kommen, spielt online und offline in einer unterklassigen Liga.

Foto von Anja Pietsch/re:publica11 unter cc by 2.0

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