Unterwegs in New York II – The High Line

November 11th, 2009 § 0 comments § permalink

The High Line

Eine stillgelegte Eisenbahntrasse, ein grüner Park über den Straßen des Meatpacking Districts. Das ist der Highline Park. Am letzten Tag meines New York Aufenthalts hab ich es dann endlich geschafft und mir den Park angeschaut. Nach einem Blogbeitrag von Johannes Kleske hatte ich mir fest vorgenommen, mir den Park an einem Sonntag morgen anzuschauen.

Der Zeitpunkt war ideal gewählt, morgens früh um acht Uhr waren wir fast die einzigen, die die Trasse bevölkerten. Ehemals in den 30ern dazu da, die Eisenbahn von den Straßen des Industriegebiets der Westside zu verbannen, verkehrten seit 1980 keine Züge mehr auf ihr. 1999 kam die Idee auf, einen Park aus ihr zu machen, im Juni 2009 wurde sie schließlich fertiggestellt.

Ein Video mit Statements einer der Initiatoren gibt weitere spannende Einblicke.

Unterwegs in New York

November 7th, 2009 § 0 comments § permalink

New Yorker Morgen

Ich bin gerade durch ein Gewinnspiel für wenige Tage in New York. Die Stadt ist ziemlich überwältigend, es hat sich viel verändert, seitdem ich das letzte Mal vor ca. 9 Jahren hier war. Die Stadt lebt immer noch so schnell, es ist immer noch solch eine riesige Metropole, jede deutsche Stadt erscheint im Vergleich immer noch so klein. Der Veranstalter des Gewinnspiels – ein deutscher Reiseführer – hat für die drei Tage hier ein relativ vollbepacktes Programm eingeplant. Die Aktivitäten reichen von Tandemfahren bis zum Heli-Flug über der Stadt.

Ein paar Dinge faszinieren und beschäftigen mich hier aber besonders. Oder lassen mich schmunzeln, die Augenbrauen hochziehen

  • Warum telefonieren eigentlich fast alle Amerikaner mit ihrem Handy vor dem Mund mit Lautsprecher an? Es sieht ein bischen nach Funkgerät aus, wenn sie so telefonieren. Woher kommt das?
  • Greenwich hat mir herrlich die Vielfalt der Stadt gezeigt. Keine zwei Meter voneinander entfernt begegnet man durchgestylten Hipstern, die in Sachen Mode so ziemlich avantgarde sind und den typischen New Jersey-Bewohner mit Lederjacke und FDNY-Shirt, der sich in einem Jazzclub mit unzerstörbarer Selbstverständlichkeit direkt in den Gang der Kellnerinnen setzt
  • Irgendwie habe ich das Gefühl, die Stadt braucht einfach Anlässe, sich selbst zu feiern. Nicht nur, weil es eine der bekanntesten und interessanten Städte weltweit ist. Sondern vielleicht auch, damit der tägliche Wahn ausgehalten, vernarbte Wunden und auch das eigene Ego gestreichelt werden können. Nach dem Gewinn der World Series war heute bei der Parade der Yankees solch ein Tag – gefühlt halb New York war an der Strecke
  • Ebenso fand ich es faszinierend, wie schnell die Stadt einen in Beschlag nimmt. Man läuft schneller auf dem Gehweg. Bei den ersten Ampeln wartet man noch, dann ist es egal. Genauso wie die Hemmschwelle, einfach mal laut eine Schimpftirade auf andere loszulassen.